Viviane Hagner
Viviane Hagner gehört zu den profiliertesten Musikerinnen ihrer Generation. Die Berliner Morgenpost schwärmte: „… eine sorgsame und gleichzeitig brillante Geigerin. Ihr Spiel versteht, Nachdenklichkeit und Leuchtkraft aufs Eindringlichste zu mischen.“
Die in München geborene Geigerin Viviane Hagner wurde für ihre hochintelligente Musikalität und leidenschaftliche Kunstfertigkeit außerordentlich gelobt. Seit ihrem internationalen Debüt im Alter von 12 Jahren und der Teilnahme am legendären „Gemeinschaftskonzert“ der Israelischen und Berliner Philharmoniker ein Jahr später (unter der Leitung von Zubin Mehta in Tel Aviv) hat Hagner eine Tiefe und Reife in ihrem Spiel erlangt, die sich in ihrer gelassenen Bühnenpräsenz und großartigen Sicherheit widerspiegelt.
Hagner konzertiert mit den großen Orchestern der Welt, u. a. mit den Berliner Philharmonikern, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem New York Philharmonic sowie dem Philharmonia Orchestra und arbeitet mit Dirigenten wie Ashkenazy, Barenboim, Eschenbach und Salonen. Hagner bringt nicht nur Einfühlungsvermögen und Virtuosität in das zentrale Konzertrepertoire ein, sondern ist auch eine glühende Verfechterin neuer, vernachlässigter und unentdeckter Musik. So setzt sie sich für Komponist:innen wie Sofia Gubaidulina, Karl Amadeus Hartmann, Anders Hillborg und Witold Lutosławski ein. Als Widmungsträgerin des Violinkonzerts von Unsuk Chin brachte sie dieses 2002 mit dem Deutschen Symphonie-Orchester und Kent Nagano zur Uraufführung und ist seitdem damit in ganz Europa, den USA und bis nach Brasilien aufgetreten.
Als engagierte Kammermusikerin tritt Hagner regelmäßig in Konzertsälen wie dem Amsterdamer Concertgebouw, dem Berliner Konzerthaus, der Londoner Wigmore Hall, dem Palais des Beaux Arts Brüssel und der Zürcher Tonhalle auf und war in der Carnegie Hall mit dem Orpheus Chamber Orchestra zu erleben.
Hagner widmet sich der Öffentlichkeitsarbeit für ein Publikum jeden Alters. Sie ist Gründerin und künstlerische Leiterin von Krzyżowa-Music, einem ambitionierten Festival, das den Austausch von Ideen und Kultur fördert und gleichzeitig jungen und aufstrebenden Musiker:innen die Möglichkeit bietet, mit international anerkannten Künstlern zu proben und aufzutreten. Seit 2013 ist sie Professorin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim.