Tetiana Miyus
Die österreichisch-ukrainische Sopranistin Tetiana Miyus studierte an der Staatlichen Musikakademie Kiew. Ergänzend besuchte sie Meisterklassen bei KS Brigitte Fassbaender, KS Christa Ludwig, Romualdo Savastano und Cheryl Studer. Während des Studiums sang sie „Adina“ in L’elisir d’amore und gastierte mit dem Ensemble Kiew Symphony Choir and Orchestra in den USA und Kanada.
2013 gewann sie den 3. Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb „Ferruccio Tagliavini“ und war als „Fiordiligi“ in Così fan tutte an der Grazer Kunstuniversität zu hören. 2015 erhielt sie vom Wagner-Forum Graz ein Stipendium für die Bayreuther Festspiele. 2018 wurde sie als Beste Nachwuchssängerin mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis ausgezeichnet.
Nach kleineren Gastengagements an der Oper Graz wurde sie 2012 ins dortige Opernstudio aufgenommen. In dieser Zeit machte sie besonders als „Nanetta“ in Falstaff, „Pamina“ in Die Zauberflöte und „Musetta“ in La Bohème auf sich aufmerksam. Ab der Spielzeit 2014/15 war sie zehn Jahre lang Teil des Grazer Ensembles. Hier konnte sie ihr Repertoire mit Partien wie „Frasquita“ und „Micaela“ in Carmen, „Atalanta“ in Xerxes, „Donna Clara“ in Der Zwerg, „Corinna“ in Il Viaggio a Reims, „Susanna“ in Le Nozze di Figaro, „Katja“ in Die Passagierin und „Alida“ in Eötvös’ Sleepless erweitern.
Sie arbeitete mit international renommierten Dirigent:innen und Regisseur:innen wie Andrés Orozco-Estrada, Pablo Heras-Casado, Dirk Kaftan, Francesco Lanzillotta, Jordi Bernácer, Michael Boder, Oksana Lyniv, Antonino Fogliani, Daniele Squeo, Domingo Hindoyan, Michael Hofstetter, Rolando Villazòn, Angela Denoke, Damiano Michieletto und Stefan Herheim.
Gastspiele führten sie mit den Grazer Philharmonikern u. a. nach Tawian, zum LvivMozArt Festival, ans Concertgebouw Amsterdam sowie als „Tatjana“ in Eugen Onegin ans Stadttheater Gießen und Hessische Staatstheater Wiesbaden. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet sie mit der Styriarte, wo sie u. a. als „Euridice“ in Glucks Orfeo ed Eurodice, „Marzelline“ in Fidelio und „Donna Elvira“ in Don Giovanni zu erleben war.