Das Spiel vom Ende der Zeiten

Oper von Carl Orff
Uraufführung Salzburg 1973
In deutscher Sprache

Musikalische Leitung Wolfgang Rögner
Inszenierung Dietrich Taube
Ausstattung Wilhelm Dietel

DomStufen-Festspiele in Erfurt 1999

Mit großem Wehgeschrei verkünden die neun Sibyllen das Ende der Zeit, die Schrecken des Jüngsten Gerichts und das ewige Feuer für die Gottlosen. Die neun Anachoreten verleugnen die Weissagungen der Sibyllen. Sie glauben nicht, dass es eine ewige Verdammnis gebe. Nicht einmal Lucifer in der Hölle sei auf ewig von den himmlischen Freuden ausgeschlossen, Gott allein kenne das Ende allen menschlichen Lebens. Darum flehen die Anachoreten zum Höchsten, ihnen Erleuchtung zu schicken.
Jetzt erscheinen aus der Finsternis der Nacht die letzten Menschen, die auf den Tod nicht vorbereitet sind. Sie irren umher und flehen um Erbarmen. Da geschieht das Wunder: Lucifer steigt aus der Hölle hervor, bekennt und bereut seine Schuld, ihm wird verziehen, so dass er ins Licht zurückkehren kann.
Ein neuer Morgen beendet die Nachtwache, das All wird von wachsendem Licht erleuchtet. Musik ertönt, das Vergessen aller Schuld ist, wie der Kirchenvater Origenes prophezeit hat, Wirklichkeit geworden.

Vorstellungen: 24. Juli - 22. August 1999

Besetzung

Sibyllen: Sopran Susanna von der Burg, Talia Refeld, Astrid Weber | Mezzosopran Gabriele Erhard, Bettina Weichert, Annette Stricker | Alt Bettina Denner-Brückner, Renée Morloc
Anachoreten: Tenor
Udo Scheuerpflug | Bariton Frank Schiller, Peter Dittmann, Willem Laakmann, Joachim Schwarzwald, Sigitas-Alfonso Dirse | Bass Liudas Norvaisas, Michael Dries

Uraufführung: Glocken-Sinfonie "Lied an das Leben"

Auftragswerk für die Erfurter DomStufen-Festspiele 1999
Musikalische Leitung Wolfgang Rögner